Mit Engagement und Ehrgeiz zum ausgezeichneten Ausbildungsabschluss

Nadine hat ihre dreijährige Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement bei Grewe mit der hervorragenden Note 1,3 abgeschlossen und wurde dafür von der Industrie- und Handelskammer (IHK) ausgezeichnet. Die 24-Jährige wurde übernommen und verstärkt heute das Team der Kalkulation in Rotenburg. Im Interview erzählt sie von ihren Erfahrungen während der Ausbildung, ihrem erfolgreichen Abschluss und ihrer beruflichen Entwicklung.

Nadine, bevor du zu Grewe gekommen bist, warst du in einem ganz anderen Berufsfeld unterwegs. Wie kam es zu deiner Entscheidung für eine kaufmännische Ausbildung bei Grewe?

Ich war davor ganz viel im sozialen Bereich tätig, habe an einer Grundschule gearbeitet und auch eine Ausbildung zur Erzieherin begonnen. Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass dieser Weg nicht der richtige für mich ist. Da ich schon immer gerne organisiert und strukturiert gearbeitet habe, habe ich mich für eine kaufmännische Ausbildung entschieden.

Ich komme aus Rotenburg und kenne Grewe schon mein ganzes Leben, vor allem durch das Gartencenter. Die Stellenanzeige habe ich damals in der Zeitung entdeckt. Besonders positiv ist mir das Vorstellungsgespräch in Erinnerung geblieben. Es war ein Gespräch auf Augenhöhe und hat mir von Anfang an ein gutes Gefühl gegeben.

Während deiner Ausbildung hast du unterschiedliche Abteilungen kennengelernt. Welche Erfahrungen waren für dich besonders wertvoll?

Ich war unter anderem in der Kalkulation, am Empfang, im Einkauf, in der Personalabteilung und in der Buchhaltung. Dabei habe ich gemerkt, welche Aufgaben mir besonders liegen. In der Kalkulation gefällt mir beispielsweise die Arbeit mit festen Terminen und klaren Strukturen.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Projekt im Einkauf. Gemeinsam mit Andreas und Jacqueline habe ich einen neuen Büromaterialkatalog eingeführt. Anfangs dachte ich: Wie soll ich das bloß schaffen? Aber am Ende hat es richtig Spaß gemacht und ich habe viel dabei gelernt.

Wie wurdest du während deiner Ausbildung von deinen Kolleginnen und Kollegen unterstützt?

Ich habe mich wirklich gut aufgehoben gefühlt. Besonders geschätzt habe ich, dass ich nicht nur gefördert, sondern auch gefordert wurde. Mir wurden Aufgaben übertragen, die ich mir selbst zunächst nicht zugetraut hätte.

Im Einkauf sollte ich beispielsweise schon nach zwei Wochen mit einem Lieferanten über Preise verhandeln. Im Recruiting durfte ich telefonische Bewerbungsgespräche führen. Das hat mich anfangs Überwindung gekostet, aber genau solche Situationen haben mich weitergebracht. Ich hatte nie das Gefühl, nur die Auszubildende zu sein. Mir wurde Vertrauen entgegengebracht und ich konnte jederzeit Fragen stellen. Das war für mich eine Ausbildung auf Augenhöhe.

Du hast deine Ausbildung mit der Note 1,3 abgeschlossen und wurdest dafür von der IHK ausgezeichnet. Was bedeutet dir dieser Erfolg?

Natürlich bin ich sehr stolz darauf! Die IHK-Auszeichnung ist eine schöne zusätzliche Anerkennung. Viel wichtiger ist für mich aber, dass ich mir selbst gezeigt habe, was ich schaffen kann. Ich hatte vorher schon einen anderen beruflichen Weg eingeschlagen, bei dem nicht alles so gelaufen ist, wie ich es mir vorgestellt hatte. Dass ich die Ausbildung mit einem so guten Ergebnis abschließen würde, hätte ich damals nicht gedacht.

Wie hast du dich auf deine Abschlussprüfungen vorbereitet? Hast du einen Tipp für andere Auszubildende?

Ich habe ungefähr zwei Monate vor den schriftlichen Prüfungen mit dem Lernen angefangen und hauptsächlich alte Prüfungsaufgaben bearbeitet. Für die mündliche Prüfung habe ich zusätzlich künstliche Intelligenz genutzt, um Prüfungsgespräche zu simulieren.

Mein Tipp ist, frühzeitig anzufangen und herauszufinden, welche Lernmethode am besten funktioniert. Außerdem sollte man sich nicht zu sehr unter Druck setzen. Dabei haben mich meine Ausbilderin Swantje und meine Kolleginnen und Kollegen sehr unterstützt.

Nach deiner Ausbildung wurdest du übernommen und arbeitest heute in der Kalkulation. Wie kam es dazu und was gefällt dir an deiner Tätigkeit?

Ich konnte mir schon während der Ausbildung gut vorstellen, bei Grewe zu bleiben. Als sich in der Kalkulation eine freie Stelle abzeichnete, habe ich mein Interesse bekundet. Die Zusage bekam ich bereits einige Monate vor meinen Abschlussprüfungen. Das war eine große Erleichterung, weil ich wusste, wie es danach weitergeht.

Heute kümmere ich mich hauptsächlich um Preisanfragen, arbeite mit Leistungsverzeichnissen und unterstütze bei der Anlage von Bauvorhaben sowie bei Abrechnungen. Mir gefällt die Mischung aus festen Abläufen und neuen Herausforderungen. Außerdem haben wir ein tolles Team, in dem wir uns gegenseitig unterstützen und voneinander lernen.

Welche beruflichen Ziele hast du dir für die nächsten Jahre gesetzt?

Im Moment genieße ich es erst einmal, meine Ausbildung abgeschlossen zu haben und mich ganz auf meine Arbeit konzentrieren zu können. Ich möchte Berufserfahrung sammeln und mich weiterentwickeln. Irgendwann werde ich sicherlich wieder etwas Neues lernen wollen. Welche Möglichkeiten dann für mich infrage kommen, lasse ich noch offen.

Grewe ist vor allem für den Garten- und Landschaftsbau bekannt. Was macht aus deiner Sicht eine kaufmännische Ausbildung in unserem Unternehmen interessant?

Ganz klar die Vielfalt. Viele denken beim Garten- und Landschaftsbau zuerst an die Arbeit draußen. Aber dahinter steckt viel mehr. Es gibt unterschiedliche Geschäftsbereiche und kaufmännische Aufgaben, die man vielleicht gar nicht erwartet. In meiner Berufsschulklasse war ich beispielsweise die Einzige, die ihre Ausbildung in einem Garten- und Landschaftsbauunternehmen gemacht hat.

Außerdem arbeitet man bei Grewe mit ganz unterschiedlichen Menschen zusammen, sowohl im kaufmännischen als auch im gewerblichen Bereich. Dadurch entwickelt man sich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weiter.

Was würdest du jungen Menschen sagen, die überlegen, eine kaufmännische Ausbildung bei Grewe zu beginnen?

Ich kann es auf jeden Fall empfehlen. Man lernt viele unterschiedliche Bereiche kennen, übernimmt Verantwortung und entdeckt seine eigenen Stärken. Was ich besonders mitnehme, ist, dass man sich auch auf Aufgaben einlassen sollte, vor denen man zunächst Respekt hat. Manchmal muss man die eigene Komfortzone verlassen. Gerade die Situationen, in denen ich anfangs dachte, dass ich etwas nicht schaffen würde, haben mich am meisten weitergebracht.